lesen Genexpressionsanalyse des potentiellen Tumorsuppressorgens Latent Transforming Growth Factor-ß Binding Protein 4 (LTBP-4) in humanen Mammatumoren in v pdf epub

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Genexpressionsanalyse des potentiellen Tumorsuppressorgens Latent Transforming Growth Factor-ß Binding Protein 4 (LTBP-4) in humanen Mammatumoren in v

  • Nummer: 352596691732106
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  • Sprache: Deutsche
  • Auswertung: 3.8/5 (Votes: 3755)
  • Taschenbuch: 194 seiten
  • Verfügbarkeit: En stock
  • Formate herunterladen: PDF, EPUB, KINDLE, FB2, AUDIBLE, MOBI und andere.

Produktbeschreibung

Zusammenfassung Das Tumorsuppressorgen Transforming Growth Factor-ß (TGF-ß) mit seinen drei wichtigen Isoformen TGF-ß1, 2 und 3 kann die Proliferation epithelialer Zellen hemmen (MASSAGUE 1990, MOSES 1992) und ist in die Karzinogenese von humanen Mammatumoren involviert (JIRTLE et al. 1993, SERRA und CROWLEY 2003, ELKAK et al. 2003, JERUSS et al. 2003, STULL et al. 2004, TODOROVIC-RAKOVIC 2005, LI et al. 2005, KAKLAMANI et
al. 2005 und KIM et al. 2005). Von den für die TGF-ß Funktion offenbar essentiellen Latent Transforming Growth Factor-ß Binding Proteins (LTBP-1 bis -4) (MIYAZONO et al. 1991, TAIPALE et al. 1996) sollte LTBP-4 in der vorliegenden Arbeit quantitativ in humanen Mammakarzinomen analysiert werden, da die Vermutung besteht, dass es in die Genese mammärer Neoplasien involviert ist; LTBP-4 knock out-Mäuse entwickelten Karzinome des epithelialen Gewebes (STERNER-KOCK et al. 2002).
Alle Expressionsmessungen erfolgten auf Transkriptionsebene mittels konventioneller und real-time PCR. In dieser Arbeit wurde eine quantitative Analyse der Genexpression von LTBP-4 in einer humanen Mammakarzinomzelllinie (Hs578T) im Vergleich zur zugehörigen nicht transformierten Mammazelllinie (Hs578Bst) derselben Frau durchgeführt. Gleiches wurde in der humanen Mammakarzinomzelllinie MCF-7 analysiert. Dabei wurde die Arbeitshypothese bestätigt, dass in humanen Mammatumorzellen eine downregulation von LTBP-4 im Vergleich zu normalen Mammazellen derselben Person stattfindet. Es wurde die LTBP-4-Genexpression in humanen Adenokarzinomen der Mamma bzw. in dazu passenden gesunden Mammageweben derselben Patientinnen quantitativ bestimmt. Dabei konnte gezeigt werden, dass bei allen fünf Patientinnen eine verminderte Expression des Gens LTBP-4 in den Tumoren gegenüber dem Normalgewebe zu finden war.
Hypothetisch repräsentiert LTBP-4 einen wichtigen, modulierenden Faktor der Aktivität von TGF-ß, woraus ein Verlust der tumorsupprimierenden Wirkung von TGF-ß1 bei LTBP- Reduktion in der Neoplasie folgt. Dies konnte in den Zellkulturuntersuchungen dadurch bestätigt werden, daß die Expression von TGF-ß1 und 2 auf Proteinebene in allen drei Zelllinien durch Immunhistochemie und Westernblots untersucht wurde, wobei sich herausstellte, dass beide Mammakarzinomzelllinien MCF-7 und Hs578T eine geringere Expression von TGF-ß1 als die primäre Mammazelllinie Hs578Bst zeigten. Bei ihnen konnte eine vermehrte Expression von TGF-ß2 beobachtet werden im Vergleich zur nicht transformierten Mammazelllinie Hs578Bst und im Vergleich zu TGF-ß1. Hs578Bst bildete semiquantitativ vermehrt TGF-ß1 und vermindert TGF-ß2.
Es scheint wahrscheinlich, dass bei LTBP-4-Mangel in Neoplasien der Mechanismus der TGF-ß1-Ausschleusung aus der Zelle gestört ist, so dass TGF-ß1 weniger zur Verfügung steht. Somit kann TGF-ß1 seine tumorsuppressive Wirkung nicht mehr in vollem Maße ausüben, worauf vermutlich die TGF-ß2-Isoform als Kompensation höher exprimiert wird.
Mit dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass dem Gen LTBP-4 eine mögliche funktionale Rolle bei der TGF-ß-Bioverfügbarkeit und somit bei der Karzinogenese humaner Mammatumore zugeschrieben werden kann. Bei LTBP-4 könnte es sich daher um ein potentielles Tumorsuppressorgen epithelialer Tumore handeln, womit es zum Gegenstand weiterer Forschungsarbeiten werden sollte.

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